Schweinepreise in China rückläufig erwartet
In China werden die Preise für Lebendschweine und Schweinefleisch im kommenden Sommer aller Voraussicht nach auf Jahressicht um 15 bis 20 Prozent fallen, teilt Dow Jones mit. Im vierten Quartal oder im Folgequartal wird es dann wieder zu einer Belebung kommen, lautet die weitere Einschätzung der Rabobank.
Im ersten Quartal 2012 fielen die Preise für Lebendschweine im Vergleich zum Vorquartal um 3,7 Prozent auf 2,59 US-Dollar je Kilogramm. Das Schweinefleischangebot in China hatte von Januar bis Februar einen Anstieg von 3,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum erreicht und damit eine Erholung von den Rückgängen im vorigen Jahr eingeleitet. Insbesondere habe das Wachstum des chinesischen Sauenbestands dabei geholfen, den Rückgang im gesamten Schweinebestand im Dezember und den drei Folgemonaten wett zu machen, stellt die Rabobank in ihrer Analyse weiter fest.
Die Schweinefleischproduzenten hätten die Vergrößerungsraten ihrer Herden sogar gesteigert, nachdem Tierkrankheiten im Land wie die Maul- und Klauenseuche wieder abgeklungen sind. Wie das Institut weiter feststellte, sinken derzeit die Gewinnspannen der chinesischen Schweinehalter aufgrund der fallenden Preise für Lebendvieh und Schweinefleisch sowie der anziehenden Kosten für Futtermittel. Demnach sind die Lebendviehpreise bei Schweinen im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent gefallen und liegen 85 Prozent unter dem Rekord von 120 US-Dollar pro Tier, die noch im Juli 2011 erreicht wurden.
„Immer mehr Kleinbauern werden aufgrund des Kostendrucks und in Erwartung höherer Marktrisiken ihren Betrieb einstellen. Aufgrund des hohen Wachstums von Großbetrieben wird das Schweineangebot davon aber nur geringfügig betroffen sein“, prognostiziert die Rabobank in ihrem Bericht.
Bron ISN

