Brasilien: Regierung garantiert Mindestpreis für Schlachtschweine – Schweinefleischexporte stabil
Wie die Internetseite pigprogress.net berichtet, hat der brasilianische Landwirtschaftsminister Mendes Ribeiro Filho Ende vergangener Woche angekündigt, den brasilianischen Schweinehaltern einen Mindestverkaufpreis für Schlachtschweine zu garantieren. Das Vorhaben kostet die brasilianische Regierung ca. R $ 30,4 Mio. (US $ 15 Millionen) und zeigt, dass auch dort die Situation für die Erzeuger ähnlich schwierig ist, wie für die hiesigen Schweinehalter.
Diese Maßnahme ist Teil eines ganzes „Hilfspaketes“ zur Abmilderung von Problemen der Branche. So wurde unter anderem eine spezielle Kreditlinie zur Verfügung gestellt, mit der Schweinehalter Ferkel zu einem subventionierten Preis kaufen können. Außerdem wurden Möglichkeiten zur Kreditfinanzierung und Investitionsförderung erweitert.
Derweil halten sich die brasilianischen Exporte von Schweinefleisch im ersten Halbjahr 2012 auf stabilem Niveau. Wie der brasilianische Schweine- und Exportverband ABIPECS mitteilt, wurden in dem Zeitraum insgesamt 268.783 Tonnen Schweinefleisch exportiert. Das entspricht gegenüber 2011 einem geringfügigen Anstieg von 0,7%. Hauptproblem für die brasilianischen Exporteure war das russische Importverbot für brasilianisches Schweinefleisch, aufgrund dessen die Exporte dorthin um fast 50% zurückgingen, so die AMI.
Nach Angaben von ABIPECS wurden mit dem Verkauf von Schweinefleisch am Weltmarkt fast 687,4 Mio. $ (566,8 Mio. Euro) eingenommen, das sind knapp 48 Mio. $ (40 Mio Euro) beziehungsweise 6,52 % weniger als im gleichen Zeitraum 2011.
Bron ISN

