USA: derzeit schwaches Preisnivau am Schweinemarkt – Besserung erwartet
Während sich die Schlachtschweinepreise in Europa in den letzten Wochen sehr positiv entwickelt haben und sich die seit vielen Jahren nicht gekannten Höchststände derzeit stabil zeigen, ist in den USA eine komplett andere Situation zu beobachten, teilt Agra-Europe mit. Dort sind die Preise zuletzt zwar etwas angestiegen, sind jedoch in den letzten Wochen stark zurückgegangen und bleiben nach wie vor hinter dem europäischen Niveau zurück. So notiert der Oktober-Future für Magerschweine an der Chicagoer Warenterminbörse derzeit auf einem Kursniveau von ca. 73 Cent/lbs (1,26 Euro/kg). Gegenüber den im Juli notierten Kursen bedeutet diesen einen Rückgang von rund 15 %.
Nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums stocken die US-Farmer bereits seit einiger Zeit ihre Schweinebestände infolge der hohen Futterkosten und wirtschaftlicher Verluste deutlich ab. Die Schweineschlachtungen lagen deshalb in den vergangenen Wochen merklich über dem Vorjahresniveau und führten zu einem Überangebot am Fleischmarkt mit entsprechendem Preisdruck. Laut Statistik des US-Agrarressorts waren Ende Juli bereits 20 % mehr Schweinefleisch im Lager als zum Vorjahreszeitpunkt.
Die Preisdepression könnte sich Experten zufolge noch bis in das Jahr 2013 hineinziehen. Dann dürfte sich aber nach und nach der geschrumpfte Schweinebestand in einem knappen Angebot bemerkbar machen und die Preise wieder steigen lassen. An der Warenterminbörse in Chicago liegen die Kurse für Futures mit Fälligkeit im Sommer 2013 derzeit nur noch knapp unter der 100-Cent-Marke, was umgerechnet einem Preisniveau von etwa 1,70 Euro/kg entspricht, so Agra-Europe.
Bron ISN

