Großbritannien: Umfangreiche Kartoffelimporte halten an
Regen hat auch diese Woche die Ernte begleitet, so dass immer noch nennenswerte Flächen nicht gerodet sind. Zur Bedarfsdeckung werden nach Auskunft des Potato Calls weiterhin umfangreiche Mengen importiert und zwar sowohl an Speise- als auch an Verarbeitungskartoffeln.
Exporte auf die Kanaren, eine der wenigen traditionellen Lieferbestimmungen, nahmen jüngst etwas ab. Die Aufkäufer in Großbritannien sehen bereits erschöpfte Mengen ihrer üblichen Versorger. Diese wiederum stellten für die kommende Woche nochmals höhere Forderungen.
Vom Pflanzgutmarkt ist zu hören, dass die Käuferseite zunächst davon ausging, nach Ende der Ernte problemlos Ausgangsmaterial für die nächste Ernte zu bekommen. Nun stellen aber die Anbieter wesentlich höhere Forderungen und das Geschäft steckt in einer Sackgasse. Chipshersteller versorgen sich derzeit hauptsächlich mit Vertragsware aus dem Lager. Im November gerodete Restpartien zeigen teils Probleme mit der Backfarbe. Es wird gehofft, dass sich diese im Lager geben. Einzelne Zukäufe von Markies erfolgten zu Preise zwischen 37,00 und 40,00 Euro je 100 Kilogramm. Die Frittenindustrie zahlte diese Woche für freie Ware 27,00 bis 30,00 Euro je 100 Kilogramm an die Landwirte. Diejenigen allerdings, die für nächstes Jahr ihre Rohstoffbasis umfangreicher auffüllen müssen, mussten 32,00 bis 37,00 Euro je 100 Kilogramm anlegen. Importe an Speisekartoffeln kommen vor allem aus Frankreich und aus den Niederlanden. Großkalibrige Ware aus Frankreich kostet franko bis zu 44,00 Euro je 100 Kilogramm. Melody aus den Niederlanden gibt es, 40 mm+ sortiert, für 38,00 Euro je 100 Kilogramm. Die eigenen Speisekartoffeln sind teils teurer. Selbst für mittlere Qualitäten werden schon ab Farm 39,00 Euro je 100 Kilogramm gezahlt. Spitzenpartien rangieren schon bei knapp 50,00 Euro je 100 Kilogramm.
Bron AMI

