Dänemark: Jobverluste durch sinkende Schlachtzahlen?
Dänemarks Landwirtschaftsministerin Mette Gjerskow ist besorgt über deutlich rückläufige Schlachtzahlen bei Schweinen im eigenen Land und sie hat wegen der gleichzeitig starken Zunahme der dänischen Ferkelexporte eine Untersuchung veranlasst. „In den letzten Jahren haben die Ferkelausfuhren vor allem nach Deutschland enorm zugelegt; gleichzeitig sinken bei uns die Schlachtzahlen mastreifer Tiere“, monierte Gjerskow vergangene Woche in Kopenhagen. Inzwischen seien negative Folgen für die Beschäftigung in Dänemark nicht mehr auszuschließen; deshalb müsse die Entwicklung analysiert und über mögliche Lösungsansätze nachgedacht werden. „Wir werden nicht zum Subunternehmer deutscher Mäster werden; die Arbeitsplätze werden bei uns benötigt“, betonte die Ministerin. Übereilte Maßnahmen seien zwar nicht geplant, trotzdem werde man die Situationsanalyse bis Weihnachten abschließen. Nach Angaben des Kopenhagener Landwirtschaftsministeriums sind die dänischen Ferkelexporte zwischen 2004 und 2011 um 6 Mio. auf 8 Mio. Stück Vieh pro Jahr angestiegen. Hauptabnehmer sind deutsche Mäster. Die dänischen Schlachtzahlen blieben bis ins letzte Jahr in etwa konstant. Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres registrierte man jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Einbruch der Schweineschlachtungen um rund 1 Million Stück
Bron Topagrar online

