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Russland will heimische Schweinehalter stärker vor Importen schützen

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Russland will heimische Schweinehalter stärker vor Importen schützen

  • 8 mei 2013
  • Varkens krant

Russlands Schweineerzeuger hoffen auf eine gute Ernte, damit die Futterpreise sinken können. Russland will den heimischen Schweinefleischmarkt besser vor ausländischer Konkurrenz schützen. Ministerpräsident Dmitrij Medwedew beauftragte die Ressorts für Landwirtschaft und Wirtschaft mit der Ausarbeitung möglicher Maßnahmen, die für über das Tarifkontingent hinaus eingeführtes Ware gelten soll. Bis Anfang Juni sollen diese vorliegen, außerdem auch Vorschläge des Finanzministeriums zur zusätzlichen Unterstützung der Veredlungswirtschaft. Wie der Moskauer Regierungspressedienst außerdem mitteilte, soll eine interministerielle Arbeitsgruppe Wege für eine effizientere Kontrolle der Fleischeinfuhren beziehungsweise der Umsätze mit Produkten tierischer und pflanzlicher Produkte ausarbeiten. Gleichzeitig wurde die Sonderbeihilfe für die Veredlungswirtschaft zum Ausgleich der höheren Futtermittelkosten aufgestockt: Sie soll jetzt 415 Mio. € statt der zunächst angekündigten 366 Mio. € betragen.

WTO-Beitritt übt Druck auf heimische Erzeuger aus
Die russische Landwirtschaft müsse seit dem WTO-Beitritt verstärkt mit billigeren, aber ausreichend hochwertigen Nahrungsmitteln aus dem Ausland konkurrieren, für die ein leichterer Marktzugang gegeben sei. Grundsätzlich sollte dies als ein Anreiz für die inländischen Produzenten angesehen werden, ebenfalls gute Ware zu einem für die Verbraucher annehmbaren Preis auf den Markt zu bringen. Im Moment hätten aber insbesondere die heimischen Schweineproduzenten ernste Probleme, so dass sie einer gesonderten Unterstützung bedürften.

Alle schreiben rote Zahlen
Unterdessen berichtete der Moskauer Wirtschaftsinformationsdienst RosBusinessConsulting, dass selbst die führenden russischen Schweineproduzenten im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben hätten. Die Ursachen dafür lägen einerseits im deutlichen Rückgang der Abgabepreise, andererseits aber im gleichzeitig starken Anstieg der Futtermittelpreise. Dabei könnten Unternehmen mit eigenen Schlachthöfen und Verarbeitungsstätten diese Marktungleichgewichte noch leichter verkraften als reine Landwirtschaftsbetriebe, so RosBusinessConsulting. Mittlerweile hätten sich die Schlachtschweinepreise zumindest stabilisiert und der Nationale Schweineproduzentenverband rechne damit, dass der Markt mit dem Ende der orthodoxen Fastenzeit und dem Anfang der Grillsaison nun wieder in Schwung komme. Die Hoffnung auf eine wieder angemessene Rentabilität der Schweineproduzenten werde außerdem mit den besseren Ernteaussichten in diesem Jahr verbunden.
 

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