Beim Fleischeinkauf ist der Preis entscheidend
Das Ergebnis einer EU-Studie zum Verhalten der Verbraucher beim Fleischeinkauf bestätigt, dass der Preis erstes Entscheidungskriterium ist. Es handelt sich um eine Befragung von rund 15.500 Verbraucher (ca. 500 je Mitgliedsland) und von circa 10.500 Testkäufen. Die wichtigsten Schlussfolgerungen lassen sich laut Zentralverband der deutschen Schweineproduktion (ZDS) wie folgt skizzieren:
•Die Verbraucher konzentrieren sich in der Regel auf eine begrenzte Anzahl von Informationen: Beim Einkauf von Fleisch schauen die meisten Verbraucher auf das Haltbarkeitsdatum (68 %), auf den Preis je kg bzw. den Preis für das Produkt (je 67 %) und die Herkunft (48 %). Tierschutz ist nur für 22 % wichtig, ökologische Erzeugung sogar nur für 18 % und GVO-Freiheit für 17 %.
•Einige Informationen werden nicht richtig verstanden: So kennen nur 36 % der Befragten die korrekte Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD), nur 23 % konnten richtig angeben, was mit der Kennzeichnung eines niedrigen Fettgehalts gemeint war und gerade einmal 4 % konnten mit den Logos der Erzeugnisse mit Geschützte Ursprungsbezeichnung etwas anfangen.
•Die Studie bestätigt die bekannten Erkenntnisse, dass das Kaufverhalten vom erklärten Verhalten abweicht und dass die (oftmals reißerische) Berichterstattung über Lebensmittelskandale einen Einfluss auf das erklärte Verhalten hat. Der Abstand zwischen erklärtem und tatsächlichem Verhalten ist EU-weit bei Ökofleisch am größten (41 % würden es kaufen, aber nur 16 % tun es), gefolgt von Fleisch mit Umwelt- und Klima-Zertifizierung (39 % zu 5 %). Als Grund wird meist der zu hohe Preis genannt, weniger häufig auch die fehlende Verfügbarkeit oder mangelnde Information.
Bron TopagrarOnline

