Copa/Cogeca warnen vor drastischem Rückgang der Getreideproduktion
Copa und Cogeca warnten diese Woche vor einem drastischen Rückgang der Getreideproduktion um 7,5 % in diesem Jahr und äußerten schwere Bedenken mit Blick auf die mangelnde Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln auf dem Markt.
Anlass war die Sitzung der Arbeitsgruppe „Getreide“ von Copa-Cogeca. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Max Schulman, sagte: „Die jüngsten Zahlen zeigen, dass die Getreideproduktion in der EU-28 nur 296 Mio. Tonnen erreichen wird. Im Vergleich zu den 320,5 Mio. Tonnen des letzten Jahres ist dies ein Rückgang um 7,5 %. Aber noch ist die Erntezeit nicht da. Ein weiterer Rückgang aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen wie der jüngsten Dürre und Hitzewellen in ganz Europa, die den Kulturen schwer zugesetzt haben, ist nicht auszuschließen. Momenrant sind die Winterkulturen aberin gutem Zustand und wir rechnen mit guter Qualität.“
„Aufgrund der hohen Temperaturen und des Mangels an Insektiziden, mit denen die Kulturen vor Würmern und anderen Schädlingen geschützt werden können, ist insbesondere die Maisernte dieses Jahr von großer Unsicherheit geprägt. Um Dürren oder zu nasses Wetter zu überstehen und Schädlingen sowie Krankheiten zu trotzen, müssen die Pflanzen robust sein. Nur dann können wir sicherstellen, dass wir ausreichend Futter für unser Vieh haben. Aus diesem Grund muss den Landwirten ein guter Werkzeugkasten für den gesundheitlichen Schutz ihrer Kulturen zur Verfügung stehen und sie müssen über Betriebsmittel wie Düngemittel verfügen.
Die aktuelle europäische Politik im Bereich Pflanzenschutzmittel muss korrigiert werden, um genau dies zu garantieren. Es mangelt an verfügbaren Pflanzenschutzmitteln. Hinzu kommen zu viel Bürokratie und langwierige Zulassungssystemen. Langfristig appellieren wir an die EU, Unterstützung zu leisten und die Forschung zu stärken, um die Pflanzenzucht zu verbessern und neue Sorten zu entwickeln“, so Schulman.
Bron Topagraronline

