EU-Kommission streicht Exporterstattungen
Wie Dow Jones berichtet, seien wegen der derzeit festen Preise in der EU die Exporterstattungen für bestimmte Produkte überflüssig, betont die EU-Kommission und setzt die Ausfuhrhilfen für Schinken, Wurst und andere Verarbeitungsprodukte aus Schweinen aus.
Die Schweinepreise in der Union hätten sich stabilisiert, argumentierte die EU-Kommission am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel. Die Exporte aus der EU würden auch ohne Stützung weiterhin gut laufen, weil diese ohnehin für Schinken und Wurst kaum von Bedeutung war. Für Rindfleisch hat die Kommission die Exporterstattunge nun um 33 Prozent gesenkt. Die Versorgungslage ist nach Ansicht der Kommission in der EU angespannt, das Angebot an Rindfleisch niedrig und die Preise hoch.
Zudem setzte die Kommission die bestehenden Ausfuhrhilfen für Eier aus und begründete dies mit den derzeit sehr hohen Preisen aufgrund des knappen Angebots, insbesondere bei Verarbeitungseiern. Eine Ausnahme bildet der Export von Eiern in Form von Albumin nach Asien – hier bleibt die Erstattung unverändert bei 19 Euro je 100 Kilogramm Eiäquivalent. Die Ausfuhr von gefrorenem Geflügel wird weiterhin mit 325 Euro je Tonne unterstützt. Die EU-Mitgliedstaaten verfehlten im Ausschuss die Zustimmung zu den genannten Maßnahmen, sodass die Kommission diese Vorschläge annahm, sie treten ab sofort in Kraft.
Bron ISN

