Futtermittel mit krebserregendem Schimmelpilz verseucht
Mehr als 3500 Höfe in Niedersachsen sind mit hochgiftigem Futtermittel aus Serbien beliefert worden. Mindestens 10 000 Tonnen des mit einem krebserregendem Schimmelpilz verseuchten Maisfutters sollen über Futtermittelhersteller in Umlauf gekommen sein.
Der Mais ist mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 kontaminiert. Er wurde von Futtermittelherstellern zu Futter für Schweine, Rinder und Geflügel verarbeitet. Schon geringe Höchstmengenüberschreitungen im Futtermittel könnten zum Beispiel zu einer kritischen Belastung von Rohmilch führen. Eine Gefährdung für Verbraucher sieht das Ministerium nach ersten Einschätzungen dennoch nicht. Wenn Molkereien die Milch von verschiedenen Höfen abholen, wird sie den Angaben zufolge vermischt. Von diesem Freitag an solle es mehr Kontrollen geben.
Insgesamt seien 45 000 Tonnen über den niedersächsischen Hafen Brake importiert worden. 10 000 Tonnen seien in Brake, 25 000 Tonnen in einer Lagerhalle in Bremen gesperrt worden. Neben Niedersachsen sind dem Ministerium zufolge auch noch geringe Mengen nach Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen geliefert worden.
Bron Focus Online

