Lebendexport boomt, Preise steigen
Am Schlachtschweinemarkt hat sich die Preishausse fortgesetzt und die Notierungen am Kassa- und Futuremarkt in der vergangenen Woche auf neue Rekordhöhen getrieben. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) hob ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 7 Cent/kg auf 1,90 €/kg Schlachtgewicht (SG) an. Zuletzt gab es ein solch hohes Preisniveau Mitte Mai 2001. Nach Einschätzung der Agrarmarkt-Informations-GmbH (AMI) sind der Lebendexport von Schweinen nach Polen, gute Drittlandsgeschäfte und eine gegen Ende der Urlaubssaison belebte Inlandsnachfrage zusammen mit einem unterdurchschnittlichen Schweineangebot die Hauptfaktoren für die gegenwärtige Preisrallye. Entsprechend der Situation am Kassamarkt ging es im Verlauf der vergangenen Börsenwoche auch an der Frankfurter Eurex mit den Futurekursen für Schlachtschweine stramm nach oben. Der neue Frontmonat September schloss am Freitag auf einem Niveau von 1,85 Euro/kg SG, das waren fast 8 Cent/kg (4,5 %) mehr als sieben Tage zuvor.
Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit bewegten sich die Schlachtschweinepreise zuletzt auf sehr hohem Niveau und stützten damit die Entwicklung in Deutschland. Wie Marktbeteiligte und Notierungsstellen im In- und Ausland vergangene Woche einvernehmlich berichteten, stand für die rege Nachfrage weiterhin nur ein unterdurchschnittliches Schlachtschweineangebot zur Verfügung. (AgE)
Bron Topagrar online

