Russland: Schweinefleisch-Importe aus EU gesunken
Moskau – Russland importierte im ersten Quartal 2013 weniger Schweinefleisch. Die Einfuhren aus der EU und den USA waren stark rückläufig. Dagegen sind die Importe aus Brasilien um 150 Prozent gestiegen.
Besonders betroffen waren Lieferungen aus Deutschland, die um 33 Prozent auf 14.400 Tonnen abnahmen.
Besonders betroffen waren Lieferungen aus Deutschland, die um 33 Prozent auf 14.400 Tonnen abnahmen.
lRussland hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres rund zehn Prozent weniger Schweinefleisch eingeführt als im Vergleichszeitraum 2012. Wie der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) in Bonn mitteilte, sank das Gesamtvolumen der russischen Importe an frischem und gefrorenem Schweinefleisch auf 109.000 Tonnen – ein Jahr zuvor hatte man noch 120.600 Tonnen im Ausland gekauft.
Einfuhren aus EU verringerten sich um ein Fünftel
Ursache des Rückgangs waren strengere Handelsbeschränkungen. Sie betrafen mit Ausnahme Brasiliens alle wichtigen Lieferländer. Im Fall der EU verringerten sich dadurch die Einfuhren im Vorjahresvergleich um ein Fünftel auf 56.400 Tonnen. Besonders betroffen waren Lieferungen aus Deutschland, die um 33 Prozent auf 14.400 Tonnen abnahmen. Spanien verkaufte mit 13.300 Tonnen um 29,3 Prozent weniger Schweinefleisch nach Russland, und Dänemark kam mit 11.100 Tonnen auf ein Minus von 22 Prozent. Unterm Strich sank der Anteil der EU-Lieferungen an der gesamten Importmenge um sieben Prozent auf 52 Prozent, berichtet Dow Jones News.
Schlachtschweine
Brasilien konnte Verkäufe ausweiten
Ähnlich stark betroffen von den russischen Einfuhrbeschränkungen waren Kanada und die USA: Die Importe aus Kanada verzeichneten im ersten Quartal 2013 einen Rückgang um 27 Prozent auf 16.700 Tonnen, die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten sanken um mehr als die Hälfte auf 4.500 Tonnen. Dagegen konnte Brasilien seine Schweinefleischverkäufe an Russland im Vorjahresvergleich um 150 Prozent auf 25.500 Tonnen ausweiten. Der Grund hierfür ist die Aufhebung der Einfuhrsperre für mehrere wichtige brasilianische Bundesstaaten.
Bron Agrarheute.com

